Von Bad Nauheim bis Aßmannshausen: Die Rheingau – Taunus Tour

 

 

Bad Nauheim-Sprudelhof
Der Sprudelhof von Bad Nauheim

 

Unsere Rheingau-Taunus-Tour beginnen wir in Bad Nauheim, im Herzen Hessens gelegen. Hier treffen wir uns im Zentrum, am Sprudelhof, den zu besichtigen sich allemal lohnt.

Der Gebäudekomplex, erbaut zwischen 1905 und 1912 ist wohl eine der schönsten Bäderanlagen des Jugenstil mit insgesamt 240 Badezimmern, die auch von Mitgliedern des Hochadels besucht wurden.

Von Bad Nauheim aus geht es über Ober-Mörlen über die B 275 in Richtung Usingen durch den Naturpark Hochtaunus. Die teilweise einmalig schöne Strecke in einer der schönsten Mittelgebirgslandschaften Hessens wechselt zwischen vergleichsweise schnellen Passagen und plötzlich engen Kurvenkombinationen, die richtig Spaß machen.

Immer wieder stoßen wir hier auf kleine und kleinste Seitenstrassen, die eine Erkundung lohnen würden, hätten wir nicht unser Ziel, den Rhein im Auge. So verzichten wir auf den einen anderen Seitenabstecher, nicht ohne uns vorzunehmen, diese Ausflüge nachzuholen und fahren weiter auf der B 275 vorbei an Idstein und Eppstein bis Taunusstein, wo wir links abbiegen und über die Platte in Richtung Wiesbaden fahren. Am Jagdschloss Platte empfiehlt sich zumindest ein kurzer Halt, an schönen Tagen hat man hier einen wunderbaren Blick auf Wiesbaden, das wir auf unserer Tour jedoch nur am Rande streifen, denn vor Wiesbaden biegen wir rechts ab in Richtung Fasanerie und Chausseehaus. Wer Zeit und Lust hat, kann sich gerne einen Besuch im Tierpark Fasanerie gönnen, der Tierpark wird komplett aus Spenden und ehrenamtlicher Arbeit finanziert, ich finde, eine unterstützenswerte Initiative.

 

Bei Georgenborn biegen wir nach links auf die L 3441 und orientieren uns in Richtung Rhein, den wir über die Rheinuferstrasse bei Walluf in Richtung Westen befahren. Man könnte eigentlich in fast jedem der Rheingauer Örtchen Rast machen und immer wieder neue Sehenswürdigkeiten entdecken. Die Mischung aus Weinbergen und Burgruinen entlang der Strecke ist in dieser Form in Deutschland wohl einmalig und hat zur berühmten Rheinromantik ihren Teil beigetragen, die zur arg belasteten Verkehrsinfrastruktur entlang des Rheins geführt hat. An Sonn- und Feiertagen ist die Rheinuferstrasse oft ein einziger Stau aus Reisenden und Feiertagsausflüglern.

Historisch berühmt geworden ist die Rheingauer Freiheit, schon in der Zeit der Herrschaft des Erzbistums Mainz erhielten die Rheingauer Bewohner Bürgerrechte, ein Leibeigener, dessen Herr die Leibeigenschaft nicht einforderte, war nach einem Jahr des Aufenthalts im Rheingau ein freier Bürger.

Berühmt ist der Rheingau heute natürlich vor allem wegen seiner hervorragenden Weine, zu deren bedeutendsten natürlich der Rheingauer Riesling gehört, der nicht nur in Deutschland einen hervorragenden Ruf hat. Bei Kiedrich biegen wir ab und wagen einen Schlenker zum Kloster Eberbach. 1136 wurde dort das Zisterzienserkloster gegründet, neben Himmerod in der Eifel das einzige Zisterzienserkloster des Bernhard von Clairvaux auf deutschem Boden.

Zurück auf der Rheinuferstrasse fahren wir weiter in Richtung Rüdesheim, das auch an normalen Werktagen im Sommer voller Touristen ist, gut für die heimische Wirtschaft, aber für uns ein Grund, auf raschem Wege die Stadt zu durchfahren um rechts ab in Richtung Niederwalddenkmal abzubiegen.

 

 Das Niederwalddenkmal, 1871 in der Folge des militärischen Sieges über Frankreich und anläßlich der Neugründung des deutschen Kaiserreiches erbaut, thront auch heute noch majestätisch über Rüdesheim am Rhein. Der Blick von hier oben auf Rüdesheim und den Rhein ist einfach phantastisch.

 

 

 

Vom Niederwalddenkmal aus halten wir uns links in Richtung Aulhausen und Assmannshausen, dem Ziel unserer Tour. Von hier oben können wir gleich an mehreren Stellen den einmalig schönen Blick auf den Rhein genießen und sehen von hier aus sowohl die Burg Ehrenfels, als auch den Binger Mäuseturm und nicht zuletzt das wunderbare, besichtigenswerte Assmannshausen, nicht minder schön als Rüdesheim, aber bedeutend weniger überlaufen, so dass wir hier immer wieder gerne einkehren.

Eine besondere Spezialität Assmannshausens ist der berühmte Assmannshäuser Höllenberg, eine Steillage des Rheingau an der ein hervorragender Spätburgunder gedeiht. Wir kommen auf unserer Route an der Aussenstelle des Kloster Eberbachs vorbei und gönnen uns einen Blick in den schön gestalteten Innehof, nicht ohne ein gutes Fläschen Assmanshäuser Höllenberg in den Rucksack zu packen. Unten am Rhein endet unsere Tour von insgesamt rund 160 Kilometern im Hotel Krone, das uns mit einem Gourmetrestaurant verwöhnt.

 

 

 

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