Sardinien – einsame Ostküste, abwechslungsreiche Westküste

 ein Bericht von Antje Krämer

 Allgemeines vorweg:

 Die Ostküste ist ursprünglicher und dünner besiedelt als die Westküste. Es gibt hier mehr Berge und demnach mehr Kurven. Die Westküste ist insgesamt grüner und die Städte sind größer.

Die Straßen Sardiniens sind durchweg in sehr gutem Zustand, außer den kleinen Gassen in den Dörfern, die oft voller Schlaglöcher und unregelmäßigen Teerflicken sind. Hinzu kommen dort oft noch Steigungen, die an Kreuzungen wirklich eine Herausforderung darstellen. Die Beschilderung ist gut.

Wenn ein Schild vor Kühen warnt, sollte man es ernst nehmen, denn die Kühe laufen zum Teil wirklich auf der Straße herum, genauso wie Schweine, Ziegen oder Schafe.

Die Sarden haben eine sehr lange Mittagspause. Meist ist von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr alles geschlossen; auch die Tankstellen! In einigen Gegenden wird am Mittwochnachmittag gar nicht mehr aufgemacht. Man sollte sich dann rechtzeitig mit Benzin und Speisen versorgen.

Reisebericht:

Die Anfahrt bewältigten wir per Autoreisezug nach Livorno und dann mit der Fähre (Moby-Lines) nach Olbia.

Ostküste:

 Wir fuhren von Olbia aus auf die SS 127 Richtung Telti, weiter auf die SS 389 nach Budduso, dann eine kleine Straße Richtung Lode. Die Landschaft ist sehr schön.

Am Straßenrand zahlreiche Blüten, auf den Bergen halbhohe Büsche und Sträucher, die Macchia genannt werden, dazwischen schroffe Felsen. Es herrschte fast kein Verkehr; nur selten begegnete uns ein Auto. Manchmal kreisten Greifvögel im Aufwind über den Bergen.

Von Siniscola die Panoramastraße nach Lule ist sehr schön. Von dort sind wir nach Dorgali bzw. Cala Gonone an der Küste gefahren. Der Campingplatz ist recht teuer. Es ist ein schattiger Pinienplatz, leider sehr steinig.

Wir besichtigten die Grotte Ispinigoli. Die Führungen finden stündlich statt (außer am frühen Nachmittag). Die Grotte ist beeindruckend! Viele Stufen führen an senkrechten Wänden hinunter, teilweise durch Gruppen von Tropfsteinen hindurch. 38 m misst der größte Stalagmit dieser Höhle; er ist damit der Zweitgrößte der Welt. Heute ist die Höhle trocken, aber es gibt noch eine zweite, nicht für Touristen zugängliche Höhle, die immer noch tropft.

Als wir von der Grotte abfuhren, war es schon nach 13.00 Uhr. Trotzdem haben wir die von mir geplante Tour rund ums Gennagentu-Gebirge gemacht. Die Tour führte über Oliena, Orgosolo (wo die Malereien, genannt Murales an den Häuserwänden sind), Mamoiada, Fonni (die höchste Stadt auf Sardinien), Ovodda, Tonada, Aritzo, Godoni nach Seulo. Die Strecke hatte unheimlich viele Kurven, es herrschte fast kein Verkehr, war toll zu fahren. Es gab teilweise grandiose Ausblicke. Oft führte die Straße direkt am Berghang entlang, d.h. direkt hinter der Leitplanke ging es steil bergab. Am Straßenrand eine Blütenpracht, an den Berghängen gewaltige Steine in allen Rot- und Gelbtönen.

Weiter die S 198 über Seui, Ussassai, Gairo und ab nach Villagrande. In Villagrande war die Durchgangsstraße gesperrt. Wir haben uns einen Weg durch die schmalen, zum Teil sehr steilen Gassen der Stadt erkämpft und gelangten so auf die Straße Richtung Talana. Dies war die erste Straße in einem schlechten Zustand. Es gab Schlaglöcher und vor allem viel Geröll und Steine, die von den Bergen auf die Straße gerollt und nicht weggeräumt worden waren. Wir konnten nur langsam fahren. Nach 10 km erfuhren wir den Grund: Gewaltige Steine versperrten uns den Weg. Der Berg war eingebrochen und die gesamte Straße durch Felsstücke zugeschüttet. Es gab kein Vorbeikommen.

Also zurück nach Villagrande und von dort nach Tortoli, wo wir auf die SS 125 nach Dorgali fuhren. Noch einmal tanken (Selbstbedienung mit Automat), dann im Dunkeln, todmüde, durch viele Kurven zurück zum Camping. Das waren 400 Km fast nur Kurven an diesem Tag.

Am nächsten Tag besichtigten wir das Gigantengrab Sa Ena e’Thomes. Ein Pfad führt vom Parkplatz über die Wiese zum Grab, das noch sehr gut erhalten ist. Im Hintergrund die gewaltigen Bergmassive des Supramonte. Weiter ging es zur Quelle Su Gonone. Die eigentliche Quelle kann man nicht sehen, nur einen Felsspalt mit Teich davor. 300 Liter Wasser pro Sekunde fließen hier.

Schließlich fuhren wir zum Nuragendorf Serra Orrios. Sehr spektakulär ist die Anlage nicht. Es gibt ca. 70 Ruinen und Fundamente von der großen Nuragischen Siedlung. Viele Steine, aber nichts Besonderes.

Der nächste Campingplatz sollte weiter Richtung Süden sein. Wir fuhren zunächst die SS 125, eine Passstraße, die über 1000 m hoch hinausgeht. Diese breite Straße mit endlos vielen Kurven bietet phantastische Ausblicke. In Tortoli sind wir auf die SS 198 abgebogen und dabei auch wieder durch die Geisterstadt Gairo Vecchio gefahren, die vor ca. 50 Jahren durch einen Bergsturz zermalmt wurde. Die Straße windet sich in Haarnadelkurven bis zur Ab­weigung Richtung Jerzu, wo wir abgebogen sind.

Hinter Jerzu kamen wir wieder auf die SS 125, die wir weiterfuhren bis Tertenia, wo wir nach einem Campingplatz Ausschau hielten. Die Straße führte zur Küste hinunter und bot wiederum grandiose Ausblicke. Nach einigem Suchen haben wir den Campingplatz Capo Sferra­cavallo in Sa Foxi Manna gefunden; ein sehr ruhiges idyllisches Fleckchen direkt am Meer.

Da wir beide nicht mehr viel Benzin hatten, sind wir auf nur einem Motorrad losgefahren: Tanken und Supermarkt. Eine Tanke zu finden war aber schwierig. (Es war Mittwochnachmittag.) Man schickte uns von Pontius zu Pilatus -> alles geschlossen. Das Benzin wurde immer weniger und reichte schließlich gar nicht mehr zurück zum Campingplatz. Da standen wir nun ziemlich ratlos mit den letzten paar Tropfen Sprit auf der geschlossenen Tankstelle. Zufällig kam ein deutscher KTM-Fahrer, der meinte, wir könnten von seines Vaters BMW ein paar Liter Benzin abzapfen. Wir folgten dem jungen Mann zu seinem Campingplatz und überführten mittels einer umgebauten Isolierkanne 7 Liter Benzin von einer BMW in die Andere. Unsere Rettung!

Aber die nächste Überraschung kam schon am nächsten Tag: ein Platten auf dem Hinterreifen der ZR-7. An der Rezeption versicherte man mir, dass in Tertenia drei Reifenhändler seien. Der Sarde hatte glücklicherweise auch eine Flasche Pressluft im Jeep, mit der wir meinen Reifen notdürftig gefüllt haben, so dass ich zumindest die 8 km nach Tertenia fahren konnte. Der Reifenhändler konnte nur italienisch, aber mit Händen und Füßen haben wir uns verständigt. Das Loch war schnell gefunden. Einen neuen Reifen für mein Motorrad gab es leider nicht, aber auf Sardinien wird noch geflickt. Der Reifenhändler zeigte uns seine Sammlung von „Reifenfressern“: Nägel, Schrauben, Vulkangestein …. In meinem Reifen war’s ein kleiner Stein. Von innen wurde ein Flicken aufgebracht, dann konnte das Hinterrad wieder eingebaut werden. Das Ganze hat mich 10 Euro gekostet.

So konnten wir uns nächsten Tag auf den Weg nach Cagliari machen; die SS 125 hinunter. Zunächst schlängelt sich die Straße zwischen den Hügeln des Salti di Quirra entlang. Rechts und links die fast unberührten Berge, die zwischen 400 und 600 m hoch sind. Nur vereinzelt sieht man Farmhäuser auf den Bergrücken. Auf einigen Gipfeln sind Militäreinrichtungen zu erkennen. Die Sarden bauen hier eine neue Straße; breiter und nicht mehr so viele Kurven. Teilstücke sind schon fertig.

Die zwei Städte Villaputzu und Muravera liegen direkt hintereinander. In Muravera sind entlang der Durchgangsstraße viele Hausmalereien. In dieser Stadt ist recht viel Verkehr; wir hatten ein wenig Stau. Nach den Städten verläuft die Straße einige Kilometer mäßig kurvig, bevor es dann in die Berge des Sarrabus-Gebirges geht. Mit vielen links-rechts-Kombinationen schlängelt sich die Straße am Berg entlang. Hier macht das Motorradfahren wieder richtig Spaß. An den Hängen karge rote Felsen und viel Macchia. Ein kleiner Bach fließt parallel zur Straße.

Kurz vor Cagliari enden die Berge und die Straße führt gradewegs auf die Hauptstadt Sardiniens zu. Cagliari hat sich nicht wirklich gelohnt. Wir waren nachmittags da, die Läden hatten alle zu, die Sehenswürdigkeiten auch. Den kleinen Elefanten, das heimliche Wahrzeichen Sardiniens, haben wir erst gefunden, als wie die Suche eigentlich schon aufgegeben hatten.

Westküste:

 Nun ging es einmal quer durchs Land von der Ostküste zur Westküste. Erst über die Berge nach Escalaplano. Mäßige Kurven, dafür schöne Aussichten. Die Straße verläuft teilweise direkt unterhalb der Berggipfel. Man hat das Gefühl ganz oben auf dem Dach der Welt zu sein. Diese karge Berglandschaft wird oft als die Mondlandschaft Sardiniens bezeichnet. Hinter den Bergen ist das Landesinnere eine sehr fruchtbare Region. Viel Landwirtschaft wird hier betrieben. Es wird Stroh gefahren mit scheinbar übervoll beladenen Wagen. Im Landesinneren ist die Welt ziemlich platt. Über etliche Kilometer verläuft die Straße schnurgrade. In der Ferne sind die Berge des Iglesiente zu sehen und wecken die Sehnsucht nach Kurven.

Als ich in Guspini an einer roten Ampel scharf bremsen musste, fiel mir erst auf, wie lange ich schon keine rote Ampel mehr gesehen hatte. Direkt hinter Guspini beginnen dann auf der SS 126 sofort die scharfen Kurven. Wieder einmal ging es in vielen Kurven durch die Berge. Kurz vor Fluminimaggiore fuhren wir eine kleine Straße in Richtung Küste ab. Schon bald ging die Landschaft mit der kargen Macchia in eine üppige grüne Tal-Landschaft über.

In Portixeddu haben wir den Campingplatz Ortus de Mari gefunden. Ein schattiger Platz in einem Eukalyptushain. Die Luft riecht sehr würzig. Der Campingplatz ist für schlechtes Wetter nicht so geeignet: die Duschen und Waschrinnen – alles unter freiem Himmel.

Mit der BMW sind wir zur Costa Verde gefahren. Von der SS 126 zweigt eine kleine Straße ab Richtung Irgurtosu, einer verfallenen Bergbausiedlung, an deren Ruinen die Straße direkt vorbeiführt. Einsam rosten die Förderanlagen vor sich hin. Nach einiger Zeit wird die Straße zum Schotterweg, der sich durch die sandige Vegetation entlang schlängelt. Bald sind die ersten größeren Sanddünen zu sehen. Es sind spärlich bewachsene große „Sandhaufen“. Der Sand wird dann mehr und mehr, bis man schließlich das Hotel „La Dune“ direkt am Meer erreicht. Hier ist ein großer Parkplatz. Auch hier stehen noch alte Loren aus den Bergabbauzeiten herum. Ringsumher die Dünen aus feinstem gelben Sand.

Den Weg ein Stück zurück zweigt ein Weg nach Marina di Arbus ab. Schon nach wenigen Metern ist hier ein kleiner Bach zu durchqueren. Für die BMW nicht problematisch. Weiter geht der Schotterweg entlang dem kleinen Bachlauf, der hier erst ein rotes und schließlich leuchtend orangefarbenes Bachbett hat. Es geht auf der abenteuerlichen Geländepiste recht steil bergauf und bergab. Ein Stückchen weiter muss der Bach noch einmal durchquert werden. Nach insgesamt 8 Km wird der Schotterweg wieder zu einer festen Straße. Diese verläuft eine Weile am tiefblauen Meer entlang, dann ging es ab nach Montevecchio und Abus. Manchmal ragen aus der Macchia auf den Bergrücken die Ruinen der alten Minen heraus. Man sieht den Gipfel des Arcentu, ein gewaltiges Bergmassiv vulkanischen Ur­sprungs. Irgendwo im Nirgendwo stehen die verlassenen und zerfallenen Häuserblocks der Minenarbeiter. Von Abus ging es die SS 126 hinunter. Die Straße windet sich am Berg entlang, aus dem sie teilweise herausgesprengt wurde. Der Berg wird nun mühsam mit Maschendraht im Zaun gehalten.

Die ganzen Dörfer und Städte sind nachmittags wie ausgestorben. Alle Läden haben zu; kein Mensch auf der Straße. Wären Bürgersteige da, wären diese hochgeklappt. Iglesias ist eine große Stadt mit vielen mehrgeschossigen Mietshäusern. Trotzdem ist die Stadt am Nachmittag wie ausgestorben.

Auf dem Weg zum nächsten Campingplatz fuhren wir die SS 126 Richtung Norden. Da diese Straße ab Guspini nur geradeaus ging und landschaftlich wenig reizvoll war, haben wir einen Umweg am Rande des Gesturi-Gebirges gemacht, wo es in gemütlichen Kurven voranging. Die Luft roch oft sehr würzig. Von Siapiccia bis Fordongianus wurde die Straße bebaut, deshalb mussten wir 12 Km Schotterpiste fahren. Da Dirk vorweg fuhr, bin ich hinter ihm stark eingestaubt. Nach den 12 Km waren wir beide froh, wieder festen Asphalt unter den Rädern zu haben. Es war doch sehr anstrengend. In Fordongianos haben wir uns erst eine Erfrischung gegönnt, bevor wir zu den Thermen Romana und den schwefelhaltigen Quellen fuhren. Hier stehen noch die Ruinen der römischen Thermen, leider eingezäunt. Links daneben ist ein kleines steinernes Becken, in das das Wasser fließt und wo die Frauen des Dorfes noch heute ihre Wäsche waschen. Das Wasser ist so heiß, dass man gerade noch die Hand rein halten kann.

Weiter ging es über Santu Lussurgiu nach Cuglieri. Da waren viele kleine Fliegen in der Luft - es klackte es auf dem Visier als würde es regnen. Nach kurzer Zeit führte die Straße durch einen angenehm schattigen Wald, später gab es einige Kehren. Weiter Richtung Bosa, dann in Turas auf den Campingplatz.

Bosa ist wie eine typische toskanische Stadt. Reizende schmale Gassen mit kleinen Läden, nette Häuser; durch die Stadt fließt ein Fluss. Erst vor kurzem wurde Bosa von den Touristen entdeckt - und das sieht man auch. Überall wird gebaut und man rüstet sich für größere Touristenanstürme.

Von Bosa nach Alghero führt eine kurvige Küsten-Panoramastraße. Auf der einen Seite das tiefblaue Meer, mit vielen kleinen Buchten oder wilden Steilküsten - auf der anderen Seite blühende Berghänge – wunderschön. Alghero ist eine größere, historische Stadt mit großem Hafen. Hinter Alghero führen kleinere Straßen weiter nördlich zum Capo Caccia, wo die Grotta di Nettuno (Neptungrotte) ist. Eine Treppe (Rehtreppe) mit über 600 Stufen führt an der senkrechten Klippe hinunter zum Höhleneingang, der auf Meereshöhe liegt.

 Der Eingangsbereich liegt im Halbdunkel und irgendwie schimmert alles grün und blau. Der Eintritt mit Führung kostet 10 Euro, die Führungen finden stündlich statt.

Die Neptungrotte ist sehr groß; ein großer Teil des Bodens unter Wasser. Viele riesige Tropfsteinformationen: eine Wand sieht aus wie eine große Orgel mit vielen Pfeifen; ein Stalagmit hat die Form eines Weihnachtsbaumes; usw. An einer Stelle sind kleine Stalagtiten von der Decke in alle Richtungen, sogar aufwärts gegen die Schwerkraft gewachsen. Keiner weiß, wie und warum. Beim Aufstieg zum Parkplatz wurden wir von Möwen beschissen.

Bei Torralba besichtigten wir die Nuragenfestung St. Antiene, die so genannte Königsnurage. Dies ist eine Anlage aus Basaltquadern mit drei Ecktürmen, die durch Wehrgänge miteinander verbunden sind und einem großen Mittelturm, von dem noch zwei Stockwerke erhalten sind. Eine gefährliche Wendeltreppe führt hinauf in den ersten Stock. Leider wird ca. ¼ der Anlage gerade restauriert, so auch der zweite Stock des Turmes mit der Aussichtsplattform.

Auf der SS 131 ging es weiter nach Norden. Die Straße ist wie eine Autobahn; zweispurig in jede Richtung mit getrennten Fahrbahnen. Hier rollt auch viel Güterverkehr. Direkt an der SS 597 liegt die Kirche Trinitita de Saccargia, die mit den schwarz/weißen Steinen sehr hübsch ist. Rund um die Kirche lag leider viel Müll rum. Eintritt: 2,50 Euro.

Auf der S 597 fuhren wir weiter und bogen bei Chiaramonti auf die S 132 ab, die auch endlich wieder einige Kurven aufweist. In Chiaramonti fuhr eine Polizistin auf einem Roller mit Blaulicht auf dem Topcase. Da die Straße von Sedini nach Castelsardo und damit zu dem berühmten Elefantenfelsen gesperrt war, haben wir auf diesen verzichtet und sind statt dessen eine schmale Straße Richtung Valledoria gefahren. Wir kamen auf die teilweise kurvige SP 90, die parallel zur Westküste verläuft. Manchmal sieht man das Meer und die roten Felsen von Isola Rossa. An der Straße selbst ist kaum ein Ort, man muss die kleinen Stichstraßen Richtung Küste nehmen. Weit nördlich sind mehrere Campingplätze. Wir haben uns für Marina delle Rosse entschieden. Es sind Terrassen angelegt; viele große Pinien spenden kühlen Schatten. Das Gelände ist etwas schwierig fürs Motorrad. Sanitäre Anlagen sind reichlich vorhanden.

Mit der BMW fuhren wir zum Capo Testa: eine bizarre Steinlandschaft. Hier gibt es eigenartig verwitterte Steine in den unmöglichsten Formen. Mit ein bisschen Phantasie kann man Tiere, Gnome, Köpfe und alles Mögliche erkennen.

Anschließend fuhren wir über die Hauptstraße mit viel Verkehr nach Palau zum Capo d’Orso. Der Parkplatz am Ende der Straße kostet 1 Euro. Ein steinerner Weg führt hinauf zu dem Felsen, der angeblich wie ein großer Bär aussehen soll. Ich sah keinen Bären. Es ist ein großer, nach vorn offener, ausgehöhlter Stein, der einen schattigen Überhang bildet. Korsika ist in der Ferne im Dunst so gerade noch auszumachen.

Am letzten Tag auf Sardinien sind wir an die Costa Smeralda gefahren. Auf der S 133 b herrscht recht viel Verkehr. Hinter Arzachena haben wir eine kleine Straße Richtung Küste genommen. Es war sehr windig dort. Im Norden sind an den Straßen sehr viele Hinweisschilder für Restaurants, Hotels, Pizzerien u. ä. Dazwischen sieht die Gegend aber manchmal etwas verwahrlost aus. Es scheint, als hätte die Costa Smeralda ihre Blütezeit bereits hinter sich. Die Straße führt am Rande der Hügel, selten am Wasser, in wenigen Kurven entlang. Meist sind 50 km/h-Zonen und man muß sich in die Autokolonne einreihen.

 Abends sind wir mit der Fähre wieder nach Livorno gefahren und von dort über die Alpen nach Hause. Aber das ist eine andere Geschichte ….

 

 

 

 

 

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